Mit mustertussi – Schreibhefte exquisit präsentiert
die Künstlerin Sabine Hartung eine neue Heftkollektion, die in rund 60
sorgfältig abgestimmten Designs an die Tradition des klassischen Schreibheftes
anknüpft.
Wo findet man heute noch Hefte, bei denen der Einband und das Papier eine visuelle
und haptische Einheit bilden? Längst ist das Schreibheft zu einem Massenprodukt
geworden, das sich mit beliebigen Motiven und wahllosen Farben aufdrängt
und sich zudem kaum mehr wie Papier, sondern wie Plastik anfühlt.
"Das ist bedauerlich", findet Sabine Hartung, "denn
ein Heft mit Gedanken, Notizen und Skizzen zu füllen sollte doch eine
Form finden, bei der sowohl das Aufzeichnen als auch das Aufbewahren Vergnügen
bereitet. Zumal gerade dem Heft eine auch vom Mobilcomputer nicht zu überbietende
Leichtigkeit zu Eigen ist, die wieder viel mehr Eingang in den Alltag finden
sollte."
mustertussi bietet über 20 verschiedene Heftsorten in zahlreichen Ausführungen,
bei denen der Einband außen und das Papier innen in der Materialbeschaffendheit
sowie in der Gestaltung mit einander korrespondieren: Die Hefte sollen nicht
nur gut aussehen, sondern sich auch gut anfühlen und gut zu beschreiben
sein.
mustertussi sucht, sammelt und erwirbt Papier, wo immer sie sich gerade aufhält.
Dabei gilt ihr besonderes Interesse den Verbrauchspapieren, also Papieren,
welche für ganz andere Zwecke bestimmt sind: Kraft- und Natronpapiere,
Lebensmittelverpackungen, Obsttüten, Papier zum Lagern und Schützen.
Aber auch aus alten Tapeten, Löschpapieren und anderen Fundstücken
entstehen neue Schreibhefte.
Neben dem objet trouvé, bei dem das Originalpapier verarbeitet wird,
gibt es bei mustertussi eine Reihe von Heften, die mit found footage arbeiten.
Alltagsoberflächen wie Textilwaren, Stoffe, Prägestrukturen alter
Alben und Bücher, Regalbretter, Plastiktischdecken, aber auch zerknitterte
Käse- und Wurstpapiere werden auf den Scanner gelegt, digitalisiert, gebleicht
und wieder eingefärbt, gesampelt, variiert und zu neuen Hefteinbänden
verarbeitet. Und, es gibt das trompe-l’œil wie im Fall der Schmutzhefte:
Diese weisen von vornherein Gebrauchspuren auf, sind verknittert und voller
Flecken und dennoch nagelneu.
mustertussi verarbeitet vorgefundene Muster und entwickelt eigene. Dazu werden
Funktionen und Werkzeuge des Computers musternutzend eingesetzt: Es wird gezeichnet,
gewoben und gestrickt, addiert, subtrahiert und multipliziert, gezoomt, gerastert,
gerührt, zerlegt, zersplittert und zerkratzt. Resultate dieser virtuellen
Erzeugung sind u.a. Muster, die an Schrankpapiere denken lassen, die wie von
Buntstift gezeichnet aussehen, psychedelische Schleifen- und Kurven oder die
minimalistische Rechenheftserie, bei der das Rechenkaro gebrochen und ironisiert
wird.
Die Hefte von mustertussi sind DIN A5 oder DIN A6 groß und
handgefertigte Unikate in kleinen Auflagen. Die gesamte Kollektion ist hier
zu sehen und kann direkt bestellt werden.
Konditionen für Wiederverkäufer sind bei einer Bestellung ab 50 Heften
möglich. Andere Formate, größere Auflagen und andere Herstellungstechniken
wie Digital- oder Offsetdruck und Klammerheftung sind auf Anfrage möglich.
Lizenzen nach Vereinbarung.